Naturgedichte

 

 

Naturgedichte
 


Foto: dieter haugk / www.pixelio.de



Der Wind streift durch das Rosenbeet

und umweht

die Knospe, die Blüte und die, die vergeht!
 


 

Titel von A-Z

 

Natur Allgemein


Am Bachufer 

Am Elfenteich

Am Gipfelkreuz

Die Parkbank

Die Rose

Mein lieber Mond

Rosenzauber

Waldfriedhof

 

Tiergedichte

Die Meise

Die Nachtigall

Fliegentaxi

Grüne Wüsten

Hummelflug

Mystischer Schwan

Pfui Spinne

Schmetterlinge

Sonnenstich

 

 




Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de


Am Elfenteich

Geheimnisvoll wirkt dieser Teich
in morgendlichem Schweigen.
Ich wähne mich im Feenreich
wo Elfen sich verneigen
die, nach durchtanzter Sommernacht,
in das Gewässer steigen.

Am Ufer stehen Tag und Nacht
in trautem Einvernehmen.
Das Einhorn, das den Ort bewacht
verblasst: Ein weißer Schemen
sich aufbäumend im Mythenwind.
Die Nacht muss Abschied nehmen.

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Foto: Privat


 

Mystischer Schwan

Und wieder einmal zieht er still
und majestätisch seine Bahn.
Das faszinierend schöne Tier
schlägt mich erneut in seinen Bann.

Mag ihn, auch ob der Treue, die
er lebenslang dem Partner hält.
Doch das was mich gefangen nimmt
ist die Magie der Sagenwelt.

Grad jetzt, da helles Sonnenlicht
den Mythenglanz am See entfacht,
frag ich mich ob nicht dieser Schwan
das Wasserelfenreich bewacht.

 



 

Foto: Marco Barnebeck / www.pixelio.de


 


Die Nachtigall

Das Federkleid der Nachtigall
ist schlicht und unscheinbar.
Doch wer sie einmal singen hört
so unverwechselbar
virtuos und glockenklar,
verehrt die kleine Sängerin,
nimmt ihren Zauber wahr.

 



 
Am Gipfelkreuz

Die ganze Welt liegt dir zu Füßen,
du hast das Gipfelkreuz erreicht.
Still diesen Augenblick genießen
und stolz ins Tal hinab zu grüßen -
gibt´s ein Gefühl, das diesem gleicht?

 



Mein lieber Mond

Du scheinst so nah,
bist doch so fern,
ziehst friedlich deine Bahn.
So mancher Mensch
besingt dich gern,
die Dogge jault dich an.

Ich aber steh´
nur still verträumt
in deinem milden Schein.
Zum Singen fehlt
mir das Talent,
so lass´ ich´s lieber sein.

 

 

 


Foto: Kurt F. Domnik / www.pixelio.de

 

 


Die Parkbank

Mein lieber Freund wir haben viel gemeinsam,
wir beide sind aus allerbestem Holz.
Ich steh seit Jahren hier – bin niemals einsam,
denn du bist da, verwurzelt, stark und stolz.

Gibt Menschen die an uns vorüber eilen,
doch manche setzen sich zur kurzen Rast.
Du spendest Schatten - denen die verweilen
und meine Bretter tragen ihre Last.

So viele Worte sind hier schon verklungen,
mal leis´, mal laut war es an uns´rem Ort.
Es haben Tränen manchmal mitgeschwungen,
doch oft war´s auch ein zärtlich Liebeswort.

So sind wir zwei in unsrem Tun verbunden –
In trüben, wie in glücklich, frohen Stunden.

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Foto: Ulla Trampert / www.pixelio.de

 

 

 

 


Foto: Privat


Rosenzauber

Die Sonne hat frühmorgens
den neuen Tag begrüßt
und strahlend, voller Wärme
die Rose wachgeküsst.

Die zarte Rosenknospe
entfaltet ihre Pracht,
wird Königin des Sommers,
begeistert Tag und Nacht.

Die edle Rosenblüte
wiegt sich im Sonnenschein.
In warmen Sommernächten
hüllt süß ihr Duft uns ein.

Ist ihre Zeit gekommen,
da sie verwelken muss,
verwahrt sie ihren Zauber
und träumt vom Sonnenkuss.

 



Hummelflug

Die Hummel kann zwar fliegen,
doch nimmt man es genau
ist´s eigentlich unmöglich
mit diesem Körperbau.

Für ihre kleinen Flügel,
hat sie zu viel Gewicht,
das passt nach den Gesetzen
der Aer´dynamik nicht.

Doch wäre nun der Hummel
der Sachverhalt bekannt,
erreichte sie dann krabbelnd
den nächsten Blütenrand?

Viel lieber will ich glauben,
dass sie ihn ignoriert
und es trotz aller Ängste
und Zweifel ausprobiert.

Wie fliegt nun unsre Hummel?
Sie nutzt die Auftriebskraft.
Rasantes Flügelschlagen
mehr Aufwind ihr verschafft.

So kommt es, dass sie flatternd
am süßen Nektar nascht
und uns mit ihrem Können
bis heute überrascht.

 


 

 


Foto: Privat


 

 


Foto: Luise / www.pixelio.de

 

 


Foto: CIS / www.pixelio.de

 

 

 

Am Bachufer

Verzweifelt krallst du dich im Erdreich fest,
das Ufer bröckelt, findest kaum noch Halt.
Du fühlst dass dich die Kraft schon bald verlässt -
der Abendwind umweht dich eisigkalt.

Ich seh´ dich hier an dieser Böschung steh´n,
die stolz erhob´ne Krone reich belaubt.
Alljährlich deine Blätter neu entsteh´n
die dir der Herbstwind immer wieder raubt.

Aus einem Bäumchen wuchs ein starker Baum.
Wir schulden dir all uns´re Dankbarkeit.
Gibst Sauerstoff, bist wicht´ger Lebensraum -
hast Mensch und Tier gedient zu jeder Zeit.

Nun strebt dein Haupt dem and´ren Ufer zu,
dein Stamm wird einer hölzern Brücke gleich.
Du findest bald schon deine letzte Ruh´
wo du gewirkt – für uns so segensreich.


 

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Foto: Stephan Teckert / www.pixelio.de

 

 


Grüne Wüsten

Weites Land der grünen Wiesen,
für uns Menschen Augenschmaus.
Hummeln sehn nur karge Wüsten.
"Kommen sie hier lebend raus?"

Für uns Menschen Augenschmaus,
grün - soweit du schauen kannst.
"Kommen wir hier lebend raus?"
fragen Hummeln voller Angst.

Grün - soweit du schauen kannst.
Nicht ein Blümchen leuchtet rot.
Hummelherzen voller Angst,
finden hier kein Täglich Brot.

Nicht ein Blümchen leuchtet rot.
Hummeln sehn nur karge Wüsten,
finden hier kein Täglich Brot.
Weites Land der grünen Wiesen!

 






Waldfriedhof

Gespenstisches Totengrau
inmitten
grünender Natur.

Entwurzelt
geknickt
verrottend.

Aus der Erde ragende
Überreste

Am Rande
stirbt das Lachen
angesichts
der Wahrheit.

 

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Foto: Peter Bohot / www.pixelio.de

 

 



Foto: Privat

Foto: Privat

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Pfui Spinne

Gestern ist mir was passiert:
Hab geputzt vor meiner Tür.
Da kam schnell und ungeniert
auf mich zu ein Spinnentier.
Kroch heraus aus ihrem Eck,
Mann, das war vielleicht ein Schreck.

Sitzt und sieht mich drohend an,
meiner Hand gefährlich nah.
Die ich nicht mehr rühren kann,
stehe eingefroren da.
Mein Gehirn ist leergefegt
bis die Spinne sich bewegt.

Ich – noch ganz aufs Tier fixiert
(´s krabbelt auf die Haustür zu)
hab spontan nun reagiert.
Dachte bei mir: „Bloß nicht - du
kommst mir nicht ins Haus hinein!“
Schloss die Tür - da fiel mir ein …

Meine Schlüssel stecken innen!
Mann oh Mann – ich "liebe" Spinnen!


 


 

Fliegentaxi

Als Taxi für diverse kleine Fliegen
hab ich mein Fahrrad häufig schon bewegt.
An dieser Fahrt scheint ihnen sehr zu liegen,
so habe ich mir neulich überlegt:
"Ich könnte Fahrgeld ihnen abverlangen!"
Doch kaum hab ich zu reden angefangen,
flog mir ´ne Mücke tief in meinen Schlund.
Ich würgte und halt seitdem meinen Mund.

Sie fahren weiter mit mir, wie bisher.
Nun frage ich euch: „Ist das wirklich fair?“

 

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Foto: Angelina S..... / www.pixelio.de
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Die Rose

Als ich mich stach an ihrem Dorn
schrie ich laut auf und war voll Zorn.
Da weht´ ihr süßer Duft heran,
umschmeichelte mich zart.
Ich sah sie wie erwachend an -
seither bin ich ihr zugetan,
voll Lob für ihre Art.

 

 

 

Sonnenstich

Ein Schwan sich selbst im See erblickt.
Da ruft er plötzlich ganz geknickt:
„Oh je, so ist es also wahr,
mein Hals ist lang und weiß mein Haar!“

Ein Entenpärchen schwimmt vorbei
und hört sein lautes Wehgeschrei.
Kopfschüttelnd meint der Enterich:
„Ein klarer Fall von Sonnenstich!“

 

 

 


Foto: Bernd Sterzl / www.pixelio.de

 


 


Foto: Re.Ko. / www.pixelio.de

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Schmetterlinge

Distelfalter - Landkärtchen,
Pfauenauge, Admiral
trafen sich in uns´rem Gärtchen
dieses Jahr in großer Zahl.

An dem schönen Sommerflieder
sah ich sie beim Stelldichein.
Auch am Wasserdost dann wieder
tanzten sie im Sonnenschein.

Um die Arten zu erkennen
schlich ich nah an sie heran.
Wollt´ sie doch beim Namen nennen
so ich ihn euch sagen kann.

 


 

Die Meise

Zauberhafte kleine Meise,
lass dich doch von nah besehen.
Ich verhalt mich auch ganz leise,
will auf Zehenspitzen gehen
um dich nur nicht zu erschrecken.
Da – ein Knacken unterm Schuh,
eins, zwei drei und fort bist du.
Kann dich nirgends mehr entdecken.

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Foto: Re.Ko. / www.pixelio.de
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