Besinnliche Gedichte


 


Besinnliche Gedichte


 


Foto: Privat

 

 

 

 

 

Glück
ist ein Lächeln,
das, im Herzen wurzelnd,
seine Blüten entfaltet,
die mit ihrem Duft
deine Tage verzaubern ...


 

 

 

 

 

 

Titel von A-Z

Abendschimmer

Abschied

Angekommen

Auf der Suche nach dem Glück

Damit das Glück ...

Danke

Ein altvertrautes Lied

Ein Lächeln

Ein letztes Mal

Eine Spur von Salz

Erinnerungen

Herbstgedanken

In tiefer Nacht

Irgendwann

Märchenwelt

Morgengedicht

Niemand weiß

Unbeschwert

Wintergedanken
 


 


 




Unbeschwert

Mein Falke in Gedanken
flieg ich dir hinterher.
Befreie mich von Schranken,
kenn´ keine Schwere mehr.

Ich werfe ab die Sorgen,
lös´ mich vom Alltagsgrau.
Will hoch hinauf dir folgen,
ins weite Himmelsblau.

Und komme ich dann wieder
herunter auf die Erd´,
dann setze ich mich nieder
und fühl´ mich unbeschwert.

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Morgengedicht

Ganz leise klopft der neue Tag
frühmorgens an mein Fenster,
vertreibt die Dunkelheit der Nacht
und letzte Traumgespenster.

Verborgen bleibt mir sein Gesicht,
doch hör ich nicht sein Lachen?
Ich stehe auf und zögre nicht
ihn mir zum Freund zu machen.
 


Erinnerungen

Das Werk der Spinnen hing in allen Ecken,
auf diesem Speicher war ich lang nicht mehr.
Als Kinder spielten wir dort gern verstecken,
doch meine Kindheit ist schon lange her.

Zwei alte Truhen standen hier, vergessen
wie das Klavier dort hinten an der Wand,
das Schaukelpferd auf dem ich oft gesessen
und auch mein Lieblings-Teddy, den ich fand.

Vergilbte Fotos, Menschen ohne Namen.
Wer lachte hier dem Fotografen zu?
Das große Bild in dem antiken Rahmen,
ich sah es an: Ja Oma, das warst du!

Ich blieb sehr lange oben auf dem Speicher
und fühlte mich danach um vieles reicher.

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Foto: Privat


Niemand weiß

Am Abendhimmel leuchten Sterne.
Ich frage mich: „Was wird
wohl sein dort draußen in der Ferne?“
Geheimnisvoll umflirrt
ist alles Sein und alles Werden
im Weltall – doch auch hier auf Erden.
Und niemand weiß – was wird …

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Damit das Glück …

Vom Pech verfolgt
seit Jahren schon,
es lässt dich nicht mehr los.

Das Glück es läuft
dir stets davon,
fällt nicht in deinen Schoß.

Straffst Schultern du
und hebst den Blick,
schon schlägt das Schicksal zu.

Und wieder heißt´s:
Ein Schritt zurück!
Du kommst noch nicht zur Ruh.

Doch bleibt von dir
nichts unversucht,
du fängst von vorne an.

Damit das Glück,
falls es dich sucht,
dich sicher finden kann.
 

In tiefer Nacht

In tiefer Nacht hört´ ich den Wind noch rauschen -
es schien mir so, als flüstert´ er mir zu.
So stand ich auf – um ihm gebannt zu lauschen -
auch als er schwieg, kam ich nicht mehr zur Ruh´.

Er hat die Spur des Krieges oft gesehen -
die Hungersnot und wenn ein Mensch verlor
die Hoffnung – dann verklang sein Schrei im Wehen
mit dem der Wind das Bild heraufbeschwor.

Verzweiflung lag in seinem Abschiedsheulen.
Ich wünschte mir erschöpft den Schlaf zurück.
Aus weiter Ferne klang der Ruf der Eulen
und ich war dankbar für mein kleines Glück.

Noch lange blieb ich so am Fenster stehen
und nur der Wind hat meine Angst gesehen.

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Angekommen

Der Frühlingswind es lockend sang
und als das Sehnsuchtslied erklang
erwachte mein Verlangen.
Ein unbestimmtes Sehnen nur,
nicht klar erkennbar war die Spur,
doch hielt es mich gefangen.

Es trieb mich fort - von Ort zu Ort,
war auf der Suche immerfort,
im bunten Frühlingsreigen.
Auch als der Frühling Abschied nahm
ich lange nicht zur Ruhe kam,
die Sehnsucht wollt´ nicht schweigen.

Versunken sitz´ ich neben dir.
Der Herbstwind tobt, doch wurde mir
die Unrast längst genommen.
Ich drücke zärtlich deine Hand.
In dem Moment als ich dich fand,
da bin ich angekommen.

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Ein Lächeln

Ein Lächeln hab ich aufgefangen,
so mitten im Gedränge.
Kaum sah ich´s war der Mensch gegangen,
verschwunden in der Menge.

Doch dieses Lächeln blieb bei mir,
es wärmt mich, macht mich heiter.
Als Gruß schick ich es nun zu dir,
schenk du es fröhlich weiter.

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Foto: Privat


Herbstgedanken

Das erste Frühlingslächeln,
wie lange ist es her?
Schon nähert sich der Winter,
so brummig wie ein Bär.

Der Sommer kurz und hitzig
erscheint mir wie ein Traum,
doch hängt der Duft der Rosen
noch immer süß im Raum.

Mit Lenzblut in den Adern
und Schnee auf meinem Haupt
durchstreife ich die Wälder,
die herbstlich bunt belaubt.
 


Foto: Privat / Am Walchsee

Ein letztes Mal

Ein letztes Mal geh ich durch diese Räume,
an meiner Seite die Vergangenheit.
In jeder Ecke flüstern unsre Träume.
Ich bleibe stehn und denk mit Zärtlichkeit

an all die Jahre die wir hier verbrachten.
Wir hatten es bestimmt nicht immer leicht.
Und doch, wenn unsre Kinder fröhlich lachten
hat uns das Wenige zum Glück gereicht.

Sie sind inzwischen ihren Weg gegangen.
Das Schicksal führt auch uns heut fort von hier.
Es ist nicht leicht noch Neues anzufangen.

In diesen Zimmern bleibt ein Teil von mir.
Die kahlen Wände seufzen leis: „Vergangen!“
Ein letztes Mal geh ich durch diese Tür.

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Foto: Privat


Abendschimmer

Noch eben stand Prinz Lenz im Zimmer.
Das Bild verblasst und dir wird klar,
der Glanz verweht, bleibt nicht für immer.
Zu Ende neigt sich Jahr um Jahr.
Gen Süden zieht die Vogelschar.
Doch golden strahlt im Abendschimmer
was wirklich von Bedeutung war.
 

Irgendwann

Spontan es wagen einfach auszuscheren.
Die Karten mischen für ein neues Spiel.
Dem tristen Alltag deine Gunst verwehren.
Die Augen richten nach dem fernen Ziel.

Hast oft geträumt von diesem Abenteuer.
Dein Schiff hält Kurs – kommt dennoch nicht voran.
Und doch hast niemals du gedreht das Steuer.
Verschoben wurde es - auf irgendwann.

Willst weiter du mit offnen Augen träumen -
fehlt für Veränderungen dir der Mut?
Nie Chancen nutzen, die den Weg dir säumen -
dein Schicksal überlassen still der Flut?

Bleibt es für immer nur ein vager Traum
der ungelebt versinkt im Meeresschaum?

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Danke

Danke für die starken Hände,
die ihr helfend mir gereicht.
Dass ihr auch in schweren Zeiten
nicht von meiner Seite weicht.

Danke für das warme Lächeln,
das mich hier Willkommen heißt.
Für die, wenn auch bitt´re, Wahrheit,
die den rechten Weg mir weist.

Danke für so viele Dinge,
die ich kaum benennen kann.
Für den Frohsinn und das Lachen
auch für Tränen – dann und wann.

Dafür, dass ich euch gefunden -
dank ich Gott in stillen Stunden.

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Ein altvertrautes Lied

Ein altvertrautes Lied erklingt,
das die Erinn´rung wieder bringt.
Die Sehnsucht nimmt dich an der Hand,
entführt dich in das Gestern-Land,
wo Wehmut zarte Fäden spinnt.
Ein bittersüßer Traum beginnt.

 

Foto: Privat

Abschied

Mir ist´s als wärst gerade du geboren,
noch kaum verklungen ist dein erster Schrei.
Dein Lachen war Musik in meinen Ohren,
die Jahre gingen viel zu schnell vorbei.

Schon bist bereit du deinen Weg zu gehen -
nimmst mutig in die Hände dein Geschick.
Ist auch der Weg ein Stückweit nur zu sehen
du strebst voran mit hoffnungsvollem Blick.

Es bleiben offen noch so viele Fragen -
was hält das Schicksal wohl für dich bereit?
Nur eins weiß ich mit Sicherheit zu sagen -
du bist willkommen hier zu jeder Zeit.

Mein Herz begleitet dich auf allen Wegen -
ich wünsch dir Glück mein Kind und Gottes Segen!

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Eine Spur von Salz

Gehst hinaus ans Tageslicht,
wehrst den Schatten dieser Nacht.
Deine Tränen sieht man nicht,
weil dein Mund, wie immer, lacht.
An den Wimpern allenfalls
hängt noch eine Spur von Salz.

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Auf der Suche nach dem Glück

Auf der Suche nach dem Glück
schaut man manchmal auch zurück,
fragt sich: Hab ich es verpasst?
War es etwa mein schon fast?

Ein vergeblich´ Unterfangen,
denn die Zeit sie ist vergangen.
Schau nach vorne, nicht zurück,
auf der Suche nach dem Glück.
 


Foto: Privat / Nordsee

Foto: Privat Felsenlabyrinth

 

Märchenwelt

Großmutter nahm das Buch zur Hand
und ihre Stimme, warm und klar,
entführte uns in eine Welt,
die fremd und voller Zauber war.

Wir flogen mit den sieben Raben
und standen vor dem Knusperhaus,
dann folgten wir dem kleinen Muck
in die weite Welt hinaus.

Wir kamen ins Schlaraffenland,
wo Milch und süßer Honig fließt
und spürten wie die Erde bebt
wenn unverhofft ein Riese niest.

Wir hatten Angst um das Schneewittchen
als es die Apfelhälfte nahm
und freuten uns mit Aschenputtel,
als diese ihren Prinz bekam.

Auch nachts, als wir schon lange schliefen,
nahm eine Fee uns an die Hand
und führte uns, in unsren Träumen,
ins zauberhafte Märchenland.

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Wintergedanken

So kahl die Eiche jetzt auch steht,
ist sie doch zu beneiden,
da es gewiss, der Frühling bringt
ihr frisches Laub beizeiten.

Schmückt mich dereinst das Winterkleid,
will meine Seele weichen -
"Lass ahnen mich dein Paradies,
schick mir ein kleines Zeichen!"

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Foto: Privat
Counter / Zähler

 

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