Sommergedichte
Sonne strahlt im Übermut.
Heiße Glut.
Kühles Nass - Oh welche Wonne!
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Von Tulpen ist nur Welkes noch zu sehen.
Auch Veilchen und Narzissen sind verblüht.
Alsbald in reicher Fülle da zustehen
zeigt sich der Rosenstock jetzt sehr bemüht.
Das Gänseblümchen schmückt die grünen Wiesen,
Geranien beleben den Balkon.
Die Akelei´n in bunter Vielfalt sprießen,
am Feldrain grüßt der leuchtend rote Mohn.
Natur im Kreislauf – Werden und Vergehen.
Nach starrem Schlaf in Winters kalter Gruft
lässt sie der Frühling wieder auferstehen.
Umworben noch von süßem Fliederduft
spürst du bereits: Auch er wird bald verwehen -
schon liegt ein Hauch von Sommer in der Luft.
Faltertanz auf Blumenwiesen.
Sommernächte lau und still.
Herrlich, kühles Nass genießen.
Vater schürt den Gartengrill.
Sommernächte lau und still.
Zauberhafter Duft der Rosen.
Vater schürt den Gartengrill.
Endlich wieder kurze Hosen.
Zauberhafter Duft der Rosen.
Trubel herrscht am Badestrand.
Endlich wieder kurze Hosen.
Barfuß durch den heißen Sand.
Trubel herrscht am Badestrand.
Herrlich, kühles Nass genießen.
Barfuß durch den heißen Sand.
Faltertanz auf Blumenwiesen.
Die Sonne hat frühmorgens
den neuen Tag begrüßt
und strahlend, voller Wärme
die Rose wachgeküsst.
Die zarte Rosenknospe
entfaltet ihre Pracht,
wird Königin des Sommers,
begeistert Tag und Nacht.
Die edle Rosenblüte
wiegt sich im Sonnenschein.
In warmen Sommernächten
hüllt süß ihr Duft uns ein.
Ist ihre Zeit gekommen,
da sie verwelken muss,
verwahrt sie ihren Zauber
und träumt vom Sonnenkuss.
Rosenschmuck am Sonnenhut
streift er barfuß durch die Wiesen.
Lachend, voller Übermut
ihn am See die Menschen grüßen,
die in heißer Sonnenglut
herrlich kühles Nass genießen.
Frühmorgens streckte die Sonne
gähnend ihre Glieder,
kuschelte sich in ihre Daunendecke
und blinzelte nur ab und zu
verschlafen hervor.
Nach dem Aufstehen nahm sie
ein ausgiebiges Schaumbad,
wobei sie verspielt
luftige Schaumwölkchen
am Firmament verteilte.
Gegen Mittag endlich
zog sie ihr Strahlenkleid an
und versprühte übermütig
den ihr eigenen Charme,
so dass der Himmel glänzte.
Doch am späten Nachmittag
bekam sie Migräne,
zog die Vorhänge zu
und legte sich
für den Rest des Tages zur Ruh.
„Oh Sommer wann fängst du denn an?“
hörst du uns alle fragen.
Weil er dich nicht erwarten kann
beginnt der Mensch zu klagen.
So gehst du also an dein Werk,
bringst warme Sonnentage.
Doch kaum kommst du so recht in Fahrt
erreicht dich neue Klage.
„Oh weh, so schwül und drückend heiß,
jetzt treibst du´s auf die Spitze!“
„Das hält der stärkste Mensch nicht aus -
die reinste Affenhitze!“
„Nun denn!“ denkst du und schickst sogleich,
wie immer edler Ritter,
mit Blitz und Donner obendrein,
ein herrliches Gewitter.
Wir atmen auf und sind erlöst:
„Hab Dank für diesen Segen!“
Und doch vernimmst du bald darauf:
„Wann hört denn auf der Regen?“
So stehst du unter Dauerstress.
Es jedem Recht zu machen
gelingt dir nie – doch bitt´ ich dich:
„Lass´ oft die Sonne lachen!“
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Behaglich sitze ich in diesem Garten,
genieß den leichten, warmen Sommerwind.
Freu mich an Blumen, die in vielen Arten
und bunten Farben hier versammelt sind.
Belausche Vögel – suche zu entdecken
zu welchem Tier wohl jener Ruf gehört.
Die zwei dort scheinen sich verliebt zu necken,
ein and´rer schimpft – ob ihn das so empört?
Begeistert lass ich meine Blicke schweifen.
Ich träume einfach nur so vor mich hin,
versuche nichts Bestimmtes zu begreifen
und frag auch nicht nach meines Lebens Sinn.
Will diesmal nur die Möglichkeit ergreifen
um mich zu freuen – daran, dass ich bin.
Der Sommer ist ein fescher Mann
drum liebt ihn auch die Sonne.
Sie zeigt ihm gern was sie so kann
und strahlt ihn an mit Wonne.
Doch heute da vergisst sie sich
zeigt heiß ihm die Gefühle.
Er ruft die Wolken: Rettet mich,
verschafft mir etwas Kühle.
Da ziehen dunkle Wolken auf
vermindern so die Hitze.
Die Sonne reagiert darauf
und schleudert wütend Blitze.
Sofort ist hier die Hölle los
mit Donner, Blitz und Regen.
Der Sommer denkt – wie kann man bloß
sich derartig erregen.
Da er ein Mann ist mit Verstand
lässt er sie erst mal toben.
Er sieht dem Schauspiel zu gebannt,
bevor er geht nach oben.
Dort sagt er zärtlich dann zu ihr:
Ich will bestimmt nicht prahlen
doch denke ich du passt zu mir.
Nun kann sie wieder strahlen.
Distelfalter - Landkärtchen,
Pfauenauge, Admiral
trafen sich in uns´rem Gärtchen
dieses Jahr in großer Zahl.
An dem schönen Sommerflieder
sah ich sie beim Stelldichein.
Auch am Wasserdost dann wieder
tanzten sie im Sonnenschein.
Um die Arten zu erkennen
schlich ich nah an sie heran.
Wollt´ sie doch beim Namen nennen
so ich ihn euch sagen kann.
Drückende Schwüle.
Hochsommerplage.
Windstille legt sich
über die Stadt.
Schaffende geben
heute ihr letztes.
Draußen im Freien
Sonnenschein satt.
Brütende Hitze,
ächzende Seelen,
schweißnasse Körper,
dürstend und matt.
Zähflüssig strömen
abends durch Gassen
Menschen. Sie streben
heimwärts – so platt.
In dieser frühen Abendstunde -
wie kalt der Wind das Land durchweht!
Die Sonne schließt nun ihre Runde,
der blasse Mond am Himmel steht.
An solchen kühlen Sommertagen
spürst Du: Er geht dem Ende zu.
Schon will die Welt das Herbstkleid tragen
und bald liegt sie in Wintersruh.


