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Willkommen "Festtagsgäste"
gern lade ich euch ein
auch in der Schmökerecke
mein lieber Gast zu sein.
Lest hier in aller Ruhe,
macht euch von Sorgen frei
und wenn es euch gefällt,
kommt ab und zu vorbei.
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In meinem Gedichtband |
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Die Brille
Die Tücken einer Brille sind,
dass Mancher auch mit ihr ist blind.
Denn während er sie eifrig sucht,
verzweifelt im Geheimen flucht,
von einem Eck ins andere rennt,
gerade so als ob es brennt -
die Brille – ja, sie ist gewitzt,
gemütlich auf der Nase sitzt.
Ein seltsames Tier
(Neufassung 2009)
Ein seltsam´ Tier lebt hier im Haus,
es hat ´nen finst´ren Blick.
Am frühen Morgen kommt es raus,
sitzt frech mir im Genick.
Ein jeder muss dran glauben und
die scharfen Krallen spür´n.
Bin bissig wie ein Kettenhund,
kein Wort dürft ihr verlier´n.
Ich trinke schweigend den Kaffee,
mein Kopf wird langsam klar.
Kaum sagt mein Tierchen mir ade,
nehm´ ich euch wieder wahr.
Für heute haben Ruhe wir,
bis morgen bin ich frei.
Doch dann treibt wieder mich das Tier -
zur „Morgenmuffelei“.
Fliegentaxi
Als Taxi für diverse kleine Fliegen
hab ich mein Fahrrad häufig schon bewegt.
An dieser Fahrt scheint ihnen sehr zu liegen,
so habe ich mir neulich überlegt:
"Ich könnte Fahrgeld ihnen abverlangen!"
Doch kaum hab ich zu reden angefangen,
flog mir ´ne Mücke tief in meinen Schlund.
Ich würgte und halt seitdem meinen Mund.
Sie fahren weiter mit mir, wie bisher.
Nun frage ich euch: „Ist das wirklich fair?“
Leere Worte
Phrasen
springen sinnlos
über die Klippen
rastloser Lippen.
Ohne Tiefgang
durchqueren sie
das Trivialmeer
bis sie
oberflächlich floskelnd
aus dem seichten Wasser
ans flache Ufer steigen.
Von dort aus
beginnt alltäglich
der geistlose Marsch
in die Hauptstadt Banal
wo sie sich
nichts sagend
an beliebten
Gemeinplätzen
sonnen.
Der Playboy
Es lebte ein Playboy in Halle,
Der kannte die Frauen fast alle.
Doch eine tat schüchtern
Und er war nicht nüchtern
Da saß er auch schon in der Falle.
Reste
Es lud einst ein Mann aus Trieste,
Zu seinem Geburtstag die Gäste.
Sie kamen in Scharen
Die durstig nur waren
Noch Wochenlang aß er die Reste.
Unter Geiern
Es streunte ein Kater durch Bayern
Der wollte mal großartig feiern
Drum lud er sich Kätzchen
Dazu ein paar Spätzchen
Die fühlten sich wie „Unter Geiern“.
Hinter den Bergen
Ein Rentner geboren in Flandern
der fuhr ins Gebirge zum Wandern.
Auf einem der Berge
da traf er zwei Zwerge
und fragte: „Wo sind denn die Andern?“
Rasant
Es fuhr einst ein Lord bis nach Dover.
Er raste sehr gern mit dem Rover.
Sein Leben war Spiel
und als er am Ziel
da stand auf dem Grabstein: Game Over!
Der Reiter
Ein Reiter kommt an dort in Frauenfeld.
Er sieht sich als richtigen Frauenheld.
Um zu imponieren
will er groß brillieren -
so kommt´s dass er rücklings vom Grauen fällt.
Die Arie
Zwei Damen, sie weilten in Niederwangen
die Arie dort unter´m Flieder sangen.
Zu hoch war der Ton,
da flogen auch schon -
die Knöpfe, die vorher am Mieder hangen.
Kurzes Glück
Die Diva hielt Hochzeit in Weiden.
Sie war nicht gerade bescheiden.
Das Geld wurde knapp -
ihr Ehemann schlapp -
da ließ sie sich schnell wieder scheiden.
Gipfelstürmer
Ein Bergsteiger kam einst aus Mückenloch.
Er wusste der Gipfel hat Tücken – doch
er war sehr gut drauf
so stieg er hinauf.
Nach Monaten ging er an Krücken noch.
Neben mir
Am Fuß der Treppe bleib ich steh´n.
Ich auch und zwar gleich neben mir.
Dreh mich herum mich anzuseh´n,
frag mich verdutzt: „Was wollt´ ich hier?“
Natürlich weiß ich´s wieder nicht,
es fällt mir einfach nicht mehr ein.
Bring in die Dunkelheit kein Licht,
entnervt lass ich das Grübeln sein.
Leis´ schimpfend gehe ich hinauf.
Doch oben dann – das ist ja klar:
Komm ich urplötzlich wieder drauf
warum ich eben unten war.
Trotz meinem Groll geh ich in mich:
"Ich werde älter!" geb´ ich zu.
Empört ruft da mein zweites Ich:
“Bei mir ist´s Stress – Alt wirst nur du!“
Pfui Spinne
Gestern ist mir was passiert:
Hab geputzt vor meiner Tür.
Da kam schnell und ungeniert
auf mich zu ein Spinnentier.
Kroch heraus aus ihrem Eck,
Mann, das war vielleicht ein Schreck.
Sitzt und sieht mich drohend an,
meiner Hand gefährlich nah.
Die ich nicht mehr rühren kann,
stehe eingefroren da.
Mein Gehirn ist leergefegt
bis die Spinne sich bewegt.
Ich – noch ganz aufs Tier fixiert
(´s krabbelt auf die Haustür zu)
hab spontan nun reagiert.
Dachte bei mir: „Bloß nicht - du
kommst mir nicht ins Haus hinein!“
Schloss die Tür - da fiel mir ein …
Meine Schlüssel stecken innen!
Mann oh Mann – ich "liebe" Spinnen!
Süße Verführung
(Neufassung 2009)
Oh nein du kleines Tortenstück,
du fehlst mir nicht zu meinem Glück.
Gehörst du auch zu den ganz süßen,
genieß ich dich muss ich´s nur büßen.
Drum - fällt es mir auch noch so schwer,
weil ich im Grunde dich begehr,
üb ich mich heute im Verzicht.
Nein du verführst mich diesmal nicht
Doch tief im Innern ich es weiß:
„Wärst du ein superleckres Eis …
Wochenendpirat
Mein Männe spielt privat
gern Wochenendpirat.
Doch meine Haut – so zart
die findet´s nicht apart.
Drum sag zu ihm ich smart -
so wie´s halt meine Art:
Mein Schatz du hast Format
drum schreite nun zur Tat.
Rasier dir ab den Bart
das zeugt von Lebensart.
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Am Bachufer
Verzweifelt krallst du dich im Erdreich fest,
das Ufer bröckelt, findest kaum noch Halt.
Du fühlst dass dich die Kraft schon bald verlässt -
der Abendwind umweht dich eisigkalt.
Ich seh´ dich hier an dieser Böschung steh´n,
die stolz erhob´ne Krone reich belaubt.
Alljährlich deine Blätter neu entsteh´n
die dir der Herbstwind immer wieder raubt.
Aus einem Bäumchen wuchs ein starker Baum.
Wir schulden dir all uns´re Dankbarkeit.
Gibst Sauerstoff, bist wicht´ger Lebensraum -
hast Mensch und Tier gedient zu jeder Zeit.
Nun strebt dein Haupt dem and´ren Ufer zu,
dein Stamm wird einer hölzern Brücke gleich.
Du findest bald schon deine letzte Ruh´
wo du gewirkt – für uns so segensreich.
Am Gipfelkreuz
Die ganze Welt liegt dir zu Füßen,
du hast das Gipfelkreuz erreicht.
Still diesen Augenblick genießen
und stolz ins Tal hinab zu grüßen -
gibt´s ein Gefühl, das diesem gleicht?
Die Parkbank
Mein lieber Freund wir haben viel gemeinsam,
wir beide sind aus allerbestem Holz.
Ich steh seit Jahren hier – bin niemals einsam,
denn du bist da, verwurzelt, stark und stolz.
Gibt Menschen die an uns vorüber eilen,
doch manche setzen sich zur kurzen Rast.
Du spendest Schatten - denen die verweilen
und meine Bretter tragen ihre Last.
So viele Worte sind hier schon verklungen,
mal leis´, mal laut war es an uns´rem Ort.
Es haben Tränen manchmal mitgeschwungen,
doch oft war´s auch ein zärtlich Liebeswort.
So sind wir zwei in unsrem Tun verbunden –
In trüben, wie in glücklich, frohen Stunden.
Die Rose
Als ich mich stach an ihrem Dorn
schrie ich laut auf und war voll Zorn.
Da weht´ ihr süßer Duft heran,
umschmeichelte mich zart.
Ich sah sie wie erwachend an -
seither bin ich ihr zugetan,
voll Lob für ihre Art.
Grüne Wüsten
Weites Land der grünen Wiesen,
für uns Menschen Augenschmaus.
Hummeln sehn nur karge Wüsten.
"Kommen sie hier lebend raus?"
Für uns Menschen Augenschmaus,
grün - soweit du schauen kannst.
"Kommen wir hier lebend raus?"
fragen Hummeln voller Angst.
Grün - soweit du schauen kannst.
Nicht ein Blümchen leuchtet rot.
Hummelherzen voller Angst,
finden hier kein Täglich Brot.
Nicht ein Blümchen leuchtet rot.
Hummeln sehn nur karge Wüsten,
finden hier kein Täglich Brot.
Weites Land der grünen Wiesen!
Hummelflug
Die Hummel kann zwar fliegen,
doch nimmt man es genau
ist´s eigentlich unmöglich
mit diesem Körperbau.
Für ihre kleinen Flügel,
hat sie zu viel Gewicht,
das passt nach den Gesetzen
der Aer´dynamik nicht.
Doch wäre nun der Hummel
der Sachverhalt bekannt,
erreichte sie dann krabbelnd
den nächsten Blütenrand?
Viel lieber will ich glauben,
dass sie ihn ignoriert
und es trotz aller Ängste
und Zweifel ausprobiert.
Wie fliegt nun unsre Hummel?
Sie nutzt die Auftriebskraft.
Rasantes Flügelschlagen
mehr Aufwind ihr verschafft.
So kommt es, dass sie flatternd
am süßen Nektar nascht
und uns mit ihrem Können
bis heute überrascht.
Mystischer Schwan
Und wieder einmal zieht er still
und majestätisch seine Bahn.
Das faszinierend schöne Tier
schlägt mich erneut in seinen Bann.
Mag ihn, auch ob der Treue, die
er lebenslang dem Partner hält.
Doch das was mich gefangen nimmt
ist die Magie der Sagenwelt.
Grad jetzt, da helles Sonnenlicht
den Mythenglanz am See entfacht,
frag ich mich ob nicht dieser Schwan
das Wasserelfenreich bewacht.
Waldfriedhof
Gespenstisches Totengrau
inmitten
grünender Natur.
Entwurzelt
geknickt
verrottend.
Aus der Erde ragende
Überreste
Am Rande
stirbt das Lachen
angesichts
der Wahrheit.
Mein lieber Mond
Du scheinst so nah,
bist doch so fern,
ziehst friedlich deine Bahn.
So mancher Mensch
besingt dich gern,
die Dogge jault dich an.
Ich aber steh´
nur still verträumt
in deinem milden Schein.
Zum Singen fehlt
mir das Talent,
so lass´ ich´s lieber sein.
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Auf Schäfchenwolken
Auf Schäfchenwolken reitend
umrunde ich die Welt.
Ich geb´ ihr meine Farben,
tu´ nur was mir gefällt.
Spring´ lachend in die Pfützen
und tanze mit dem Wind.
Flieg mit dem stolzen Adler,
bin glücklich wie ein Kind.
Geh´ in Paris spazieren,
in London kauf´ ich ein.
Mit meinem Herzblatt sitz´ ich
verliebt am schönen Rhein.
Selbst in der Wüste Gobi
umgibt mich Rosenpracht.
Wenn ich es will, dann seh´ ich
das Morgenrot zur Nacht.
So wird auch der November
zum Wonnemonat Mai.
Denn in Gedanken bin ich
von allen Zwängen frei.
Das Brunnenmädchen
Oh Brunnenmädchen - Jahrzehnte stehst
du schon an diesem Ort.
Schaust still dem bunten Treiben zu
und trägst nur immerfort
den Krug zum Brunnen hin.
Du Brunnenmädchen – bist mir bekannt.
In deinem Schürzenkleid
hast du beim Spiel mir zugeseh´n.
In meiner Kinderzeit
kam ich sehr oft zu dir.
Hör´ Brunnenmädchen - wer hat dir denn
geflochten einst dein Haar?
War´s blond? – Wer weiß, denn ich seh´ hier
nur eines wirklich klar.
Zwei Zöpfe schmücken dich.
Sag´ Brunnenmädchen – hast jemals du
der Sehnsucht Schmerz verspürt?
Wenn sich verliebte Pärchen hier
in Zärtlichkeit berührt?
Sahst Liebe du erblüh´n?
Ach Brunnenmädchen - bei Schnee und Eis
musst du am Brunnen steh´n.
Du legst dich niemals hin zur Ruh´,
kannst nicht nach Hause geh´n.
Wird dir der Krug nicht schwer?
Mein Brunnenmädchen – saß gerne hier,
verträumt an deinem Fuß.
Ein Stückchen Heimat bist du mir,
dich trifft ein stiller Gruß
führt mich mein Weg vorbei.
Das Thema Zeit
Die Zeit, wenn ich es recht erwäge
läuft hin und wieder etwas träge,
doch meistens rennt sie wie zum Hohn,
uns Menschen viel zu schnell davon.
Obwohl – ist das nicht kurios?
Die Zeit läuft nicht, du meinst es bloß.
Es hetzt der Mensch in seinem Wahn,
dass er sie überlisten kann.
Die Zeit indess´ setzt auf Gefühl
und treibt damit ihr eignes Spiel,
indem sie dir ganz schnell enteilt,
wenn du dir wünschst, dass sie verweilt.
Hoffst du, dass sie vorüber geht,
sie sich nur schleppend fortbewegt.
So wissen wir definitiv,
die Zeit ist immer relativ.
Auch wird uns oftmals mitgeteilt,
dass sie so manche Wunde heilt.
Doch bleibt ihr Wesen unergründlich,
bemessen wir sie auch sekündlich,
mit großen und mit kleinen Uhren,
erforschen täglich ihre Spuren
und rätseln stets an ihr herum -
sie ist und bleibt Mysterium.
Sie wird gerafft und auch geschunden,
dann wieder einmal nicht gefunden
und immer dann wenn es pressiert,
merkt Einer, dass er Zeit verliert.
Dem Nächsten wird sie unverhohlen
von seinen Mitmenschen gestohlen.
Und während Dieser sie gewinnt,
sie Jenem durch die Finger rinnt.
Die Zeit ist wertvoll – ja, das stimmt,
das Glück lacht dem, der sie sich nimmt
und sie zu nutzen auch versteht,
denn eins ist sicher: Zeit vergeht!
Hab ich sie heute überschritten
so möchte ich um Nachsicht bitten.
Bedenkt dabei, das Thema Zeit
erstreckt sich in die Ewigkeit.
Der perfekte Arbeitnehmer
(Neufassung 2010)
Der perfekte Arbeitnehmer
ja, das ist ein ganz bequemer.
Vorzugsweise ist er jung,
hat so noch den nöt´gen Schwung,
und doch Jahre an Erfahrung.
Er braucht eher selten Nahrung
(das soll heißen er lässt sausen
seine kurzen Mittagspausen).
Hält als Prellbock nebenbei
seinem Chef den Rücken frei,
denn er hat ein dickes Fell.
Effektiv und auch sehr schnell
schafft er immer etwas mehr -
nein zu sagen fällt ihm schwer.
Ist erreichbar Tag und Nacht,
auch wenn er mal Urlaub macht.
Muss Privates er vertagen
äußert er nie Unbehagen,
schließlich ist er ja flexibel
und auch keineswegs penibel.
Mit den vielen Überstunden
hat er sich längst abgefunden.
Sieht erfreut den Monatslohn -
bleibt ihm doch die Hälft´ davon.
Ein Sonett
(Neufassung 2009)
Erst kürzlich ist das Erste mir gelungen,
obwohl es anfangs gar nicht glücken wollt.
Doch eisern hab ich´s in die Form gezwungen,
hat es auch laut und fürchterlich gegrollt.
Und nun ist dieses hier schon im Entstehen -
das zweite seiner hochgeschätzten Art.
Ich will noch hin und her es etwas drehen,
damit es sich mir freundlich offenbart.
Ganz langsam muss ich´s in die Enge treiben -
es zwingen in das stählerne Korsett.
Nur so kann ich´s nach strengen Normen schreiben.
Doch zeigt es sich mir schüchtern und kokett
und will in Freundschaft nur mit mir verbleiben
wenn es letztendlich wird adrett und nett.
Sein und Werden
Es rief das Sein dem Werden zu:
"Ob du je wirst ist noch nicht klar,
doch ich, ich bin - und also wahr!"
Da sprach das Werden zu dem Sein:
"Nun ja, ich sehe es wohl ein!"
"Doch werde ich zu meiner Zeit,
dann bist du längst Vergangenheit,
ich aber werde sein - nicht du!"
Tanz der Illusionen
Gefühlte Zwanzig gehen mit dir aus.
Komm lass´ uns fröhlich unser Tanzbein schwingen.
Wir kommen viel zu selten einmal raus.
Wo sie noch uns´re schönen „Oldies“ singen,
fühlt man sich wieder unbeschwert und jung.
Komm lass´ uns fröhlich unser Tanzbein schwingen.
Im Foxtrott drehen wir uns voller Schwung,
macht auch die Hüfte ab und zu Sperenzchen,
man fühlt sich wieder unbeschwert und jung.
Gib nur nicht auf, komm wage noch ein Tänzchen,
so selten hast du die Gelegenheit.
Macht auch die Hüfte ab und zu Sperenzchen,
für Schmerzen haben wir heut´ keine Zeit.
denn dieser Abend soll sich schließlich lohnen.
So selten hast du die Gelegenheit.
Zu Ende ist der Tanz der Illusionen.
Gefühlte siebzig schleppen sich nach Haus.
Doch so ein Abend soll sich schließlich lohnen.
Wir kommen viel zu selten einmal raus.
Raritäten
Die Bonuskarte
Mit zerbrechlichen Schritten
schiebt er
den Einkaufswagen zur Kasse
Die Bonuskarte
in der durchsichtigen Hand
Verkäufer
scannen
die Ware vom Band
Ferne Blicke
scannen
ihn.
Tageszeitung
Goldener Morgen
was du
hältst verborgen
bringt sie
ans Licht.
Mit ihr
in meiner Hand
wird dein Gold
zu Tand
und der Tag
zeigt sein Gesicht.
Verdammt
Wie Ratten verlassen sie das sinkende.
Hinkende Vergleiche – immer dasselbe
´s Gelbe vom Ei war´s lang schon nicht mehr
Wer zieht jetzt den Karren aus dem Dreck
Versteck dein Geld vor den Banken
Krankenkassen – bitte wörtlich nehmen!
Unternehmen melden Insolvenz
Konsequenz – Schlange stehen am Arbeitsamt
Verdammt!!
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Liebesfreud und Liebesleid
Dein Bild
Tiefrot
ist dein Ich
auf die Leinwand gebannt
die ich in mein Herz gestellt.
Es unverwandt
betrachtend
stehe ich blind
vor dem Rest der Welt.
Du bist
Mein Fels in der Brandung
Meine Insel im Meer
Die Oase der Wüste
Alles Grün um mich her.
Das Frühlingserwachen
Windes Wehen im Haar
Sonnenschein nach Regen
Wie ein Bergsee so klar.
Gläsernes Herz
Mein brennendes Herz
lag dir zu Füßen.
Unter deinem kühlen Blick
wurde es zum gläserner Ball,
den du
mit Füßen getreten -
hin und her geworfen
und schließlich
hast fallen lassen.
Das Knirschen
unter deinen Sohlen
rührte dich nicht.
Heimliche Sehnsucht
Deine Liebe
bringt
das Eis
in meinem Herzen
zum Schmelzen,
erfüllt
es mit Wärme
und stillt
seine heimliche
Sehnsucht.
In deinen Armen
Im Frühling hast du mich geküsst.
Den Sommer hast du mir versüßt.
Im Herbst warst du mir Schutz und Halt.
Es naht der Winter - ach so bald.
Ich aber lieg´ in deinen warmen,
mir so vertrauten, starken Armen.
Scherben des Glücks
Sie griff verzweifelt
nach den Scherben des Glücks.
Schnitt sich tief in die Hand -
zog sie zurück.
Hob müde
den tränenden Blick -
richtete sich auf
und ging
ihren
Weg.
Vertrautheit
Kein Rost
befiel unsere Liebe,
nur der Zahn der Zeit
nagte ab
die wilden Triebe.
Doch das
was übrig bleibt
lässt uns
durchs Leben gehen
in zärtlicher Vertrautheit.

Kinderwelt
Das Kätzchen
Das Kätzchen sitzt im Apfelbaum.
Es kletterte – man glaubt es kaum
dem Vogel hinterher,
doch der sitzt jetzt nicht mehr
auf diesem Ast. – Nun so allein -
denkt sich das Kätzchen: „Wie gemein!“
Das Kätzchen – Die Rettungsaktion
Das Kätzchen maunzt auf uns´rem Dach
schnell holen wir die Leiter.
Mein Papa steigt dem Kätzchen nach -
doch dieses klettert weiter
und immer weiter – hoch hinauf,
da gibt der Papa schimpfend auf.
Steigt mühsam wieder runter.
Das Kätzchen springt jetzt munter,
von hier nach dort – schwupps, vor die Tür -
„Miau, Miau – ich bin schon hier!“
Das Kätzchen - Ein neues Spiel
Die Mutter schwingt den Besenstiel,
das Kätzchen freut sich – „Neues Spiel“
und jagt dem Besen hinterher.
Nun tut sich Mutter ganz schön schwer,
denn Mieze hält den Besen fest -
in ihren Krallen und sie lässt
ihn einfach nicht mehr los.
Die Mutter denkt: „Was mach ich bloß?“
Sie stellt den Besen kurz beiseit´
und wirft zu Kätzchens großer Freud
mit einem kleinen Katzenball.
Da lässt die Mietze Knall auf Fall
den Besen einen Besen sein
und springt dem Spielball hinterdrein.
Die Mutter lacht: „Das ist famos,
nun bin ich sie wohl endlich los!“
Sie nimmt den Besen in die Hand -
schwupps - kommt das Kätzchen angerannt.
Der Pickel
Meine Schwester hat ´nen Pickel,
Mann die solltest du mal seh´n.
Hoppst herum wie ein Karnickel,
will nicht mehr zur Schule geh´n.
Schmiert was Grünes ins Gesicht -
jetzt sieht sie erst aus – oh Graus!
Doch ich sag´s ihr lieber nicht,
sonst flippt sie gleich wieder aus.
Erst bellt die Biene
Erst bellt die Biene,
dann wiehert der Hahn.
Der Tag fängt ja schon lustig an.
Nun grunzt die Ziege,
jetzt schnattert der Hund.
Ja Kinder, hier geht´s richtig rund.
Leis´ summt die Meise,
laut meckert das Schwein.
Das kann doch wohl nicht möglich sein?
Hier kräht die Ente,
dort zwitschert das Pferd.
Jetzt sagt mir - was ist hier verkehrt?
Tierische Reime
Hinke Pinke weißer Schwan
Schwimmt wie ein König seine Bahn.
Hinke Pinke Krokodil
Es lebt weit weg - im fernen Nil.
Hinke Pinke Mauseloch
Lauf schnell, sonst kriegt die Katz´ dich noch.
Hinke Pinke Schwalbennest
Die Schwalbe uns im Herbst verlässt.
Hinke Pinke Schneckenhaus
Die Schneck´ hat Angst und kommt nicht raus.
Hinke Pinke Katzenschwanz
So lustig ist der Katzentanz.
Hinke Pinke Wespenstich
Ich halt´ ganz still – verschone mich!
Hinke Pinke Hundeglück
Bring mir das Stöckchen schnell zurück.
Hinke Pinke Schmetterling
Als Raupe er an Blättern hing.
Hinke Pinke Fledermaus
Sie hält kopfüber lange aus.
Hinke Pinke Murmeltier
Es schläft viel länger noch als wir.
Hinke Pinke kleiner Floh
Bleib weg von mir – beiß´ anderswo.
Kurzgedichte, Gedanken
und Sprüche
Ein Lächeln und ein liebes Wort
Ein Lächeln und ein liebes Wort
Mehr kann ich dir nicht schenken
Doch ich will immerfort
Mit Liebe an dich denken.
Muttergefühle
Kein Ton ist so rein
Kein Sonnenstrahl so warm
Wie das Gefühl einer Mutter
Hält sie ihr Kind im Arm.
Vorfrühling
Im Garten steht ein Baum noch kahl,
ihn küsst ein warmer Sonnenstrahl.
Er haucht ihm wieder Leben ein -
wie schön, bald wird es Frühling sein.
SMS
Ich schreib´ dir eine SMS:
„Du bevor ich es vergess´,
HDL und denk´ an dich -
komm vorbei dann freu´ ich mich!
Lied der Freiheit
Der Freiheit ach so süßes Lied
verlockend in den Ohren klingt.
Doch bitter schmeckt die Einsamkeit
die Freiheit manchmal mit sich bringt.
Unausgesprochen
Ein kleines Wort
Nie ausgesprochen
Hat ungesagt
Mein Herz gebrochen.
Sonne strahlt im Übermut.
Heiße Glut.
Kühles Nass – oh welche Wonne!
Leise regt sich die Natur.
Knospenspur.
Frühling - Fest der Auferstehung.
Glückliche Menschen
Glückliche Menschen
erfreuen sich am Reichtum
der Zufriedenheit.
Liebeserklärung
Sternenklare Nacht.
Am Himmel lies die Wahrheit
Ich liebe nur dich.
Weihnachtstraum
Tanz der Schneeflocken
Bei winterlicher Kälte
Weißer Weihnachtstraum.
Herbst
Losgelöst vom Baum
schwebt buntes Laub federleicht
zur Erde nieder.
Nebel
Dichte Nebelwand.
Nur zögernd gibt sie ihre
Geheimnisse preis.
Stern von Bethlehem
Stern von Bethlehem.
Die Hirten auf den Feldern
folgten deinem Licht.
Schenke dem Tag ein Lächeln
Er wird es dir erwidern.
Es waren kleine Gesten nur
Zurück blieb eine tiefe Spur.
Zufriedenheit
Ist das Wissen um sein Glück.
Liebe
Süß und warm - schmerzhaft und bitter
Ohne Glanz und Flitter
Nur starkes echtes Gefühl
Wo schwarze Schafe grasen
wurzelt das Misstrauen.
Ein Fremder kann zum Freund dir werden,
ein Freund wird niemals fremd dir sein.
Ein guter Lehrer
hört nie auf Schüler zu sein.
nach oben
Trauer, Gebete,
Glaubensfragen
Der Engel
Eines nachts sah ich den Engel,
plötzlich stand er neben mir.
Hielt ein Licht in seinen Händen,
sagte lächelnd: „Schenk ich dir!“
Konnte kaum noch Danke sagen,
da war er schon wieder fort.
Doch zurück ließ er das Flämmchen,
das mich wärmt an jedem Ort.
Trübt ein Schatten meine Seele,
tröstet mich sein heller Schein
und ich spür´ des Engels Nähe,
weiß - er lässt mich nicht allein.
Die letzte Station
Den Koffer in der Hand
stehst du vor toten Gleisen.
Den Sternen zugewandt
willst du ins Jenseits reisen.
Dein Ticket ist gelöst
doch noch darfst du nicht gehen.
Du bist noch nicht erlöst
noch keine Bahn zu sehen.
Mein Herz ruft laut: „Bleib hier!“
Bin innerlich zerrissen.
Den Frieden wünsch ich dir,
doch möcht´ ich dich nicht missen.
Ein kleines Stückchen Heimat
Ein kleines Stückchen Heimat
Hast du für immer hier
In meiner Herzenskammer
Die ich bereite dir.
Hier ist es schön behaglich
So hell und mollig warm
Ich schaue jeden Tag rein
Und nehm´ dich in den Arm.
Ein Sonnenstrahl nach Regen
Ein Sonnenstrahl nach Regen,
der Stern in dunkler Nacht.
Auf allen uns´ren Wegen
liegt spürbar Gottes Segen
wird sichtbar seine Macht.
Er kam als Freund
Noch heute seh´ ich uns hier trauernd stehen,
hör´ deine leise Stimme neben mir.
Nur diese Worte konnte ich verstehen:
„Schlaf´ gut mein Mädchen, hol´ mich bald zu dir!“
Ihr beide wart aufs Ende vorbereitet,
doch dass sie vor dir aus dem Leben schied,
war nicht dein Wunsch - hat Qualen dir bereitet,
du zürntest dem, der dich noch immer mied.
Er kam als Freund, beendete dein Warten.
Wir legten dich an ihrer Seit´ zur Ruh.
So steh´ ich hier vor eurem letzten Garten,
schick´ euch im Stillen Herzensgrüße zu.
Und manchmal kommt´s mir vor als könnt´ ich spüren,
wie eure Seelen lächelnd mich berühren.
Ich kann es nicht glauben
Ich kann es nicht glauben:
Du lebst nicht mehr!
Ich kann es nicht glauben:
Ich vermiss dich so sehr!
Ich kann es nicht glauben:
Es gibt noch offene Fragen.
Ich kann es nicht glauben:
Es ist noch so viel zu sagen.
Ich kann es nicht glauben:
Soll dich nie wieder sehen?
Ich kann es nicht glauben:
An dein Grab muss ich gehen!
Ich kann es nicht glauben:
Dass Zeit die Wunden heilt.
Ich kann es nicht glauben:
Ist noch lang´ nicht so weit.
©Anita Menger 2008
Wer bist du?
Wer bist du -
der uns das Leben schenkt?
Wer bist du -
der uns führt und lenkt?
Wer bist du -
auf den wir Christen bauen?
Wer bist du -
dem wir uns anvertrauen?
Wer bist du -
der alle Menschen liebt?
Wer bist du -
der Sünden uns vergibt?
Wer bist du -
der niemals uns verlässt?
Wer bist du -
der uns trotz allem zweifeln lässt?
Wer bist du?
Archiv
Gedichte aus den Jahren 2007/2008
Das Tal der Tränen
Löse dich aus dem Tal der Tränen!
Komm herauf ans Licht!
Den Menschen, um den du trauerst,
Findest du dort unten nicht!
Er hat dieses Tal überwunden
Und seinen Frieden gefunden!
©Anita Menger 2008
Ein kleines Zeichen
Ein kleines Zeichen der Sympathie,
ein Händedruck ein sanftes Streicheln
ist wie eine Melodie
die sich in dein Herz will schmeicheln.
Ein kleines Zeichen der Sympathie,
ein Augenzwinkern, ein freundlicher Blick
ist wie ein Bild deiner Phantasie
zu dem du gerne kehrst zurück.
Ein kleines Zeichen der Sympathie,
eine Umarmung voller Herzlichkeit
ist wie ein Stück Poesie
das dich trösten kann in schwerer Zeit.
Ein kleines Zeichen der Sympathie,
ein frohes Lachen - ein zarter Kuss
ist wie eine Sinfonie
die dich begeistert bis zum Schluss.
©Anita Menger 2007
Ich lache für dich
Ich lache für dich
auch wenn mir zum Weinen ist.
Ich lache für dich
damit du den Kummer vergisst.
Ich lache für dich
quälen mich Angst und Sorgen.
Ich lache für dich
damit du dich freust auf Morgen.
Ich lache für dich
ist mein Herz auch schwer.
Ich lache für dich
denn ich lieb dich so sehr.
Anita Menger 2007
Im Garten der Lyrik
Die Lyrik blüht im Verborgenen
Doch trägt sie Blüten wie selten zuvor
In einer Vielfalt und Farbenpracht
Besinnlich, kritisch und mit Humor.
Moderne Lyrik teils ungereimt
Und doch oft reine Poesie
Klassische Lyrik im neuen Gewand
Ihr sucht Gefühle? – Hier findet ihr sie.
Jahrelang ging ich achtlos vorüber
Doch nun mach ich die Augen auf
Durchstreife staunend den Garten der Lyrik
Kommt mit, es lohnt sich – verlasst euch drauf.
SOS Humor
Eine Rechnung die nicht aufgeht
Jemand der auf der Leitung steht
Das Projekt ist nicht gelungen
Ein Knopf der abgesprungen
Der überraschende Regenguss
Ein dämlicher Beschluss
Deine Mannschaft schießt kein Tor
SOS Humor
Der Bus total überfüllt
Ein Chef der brüllt
Die verpasste Straßenbahn
Ein schmerzender Zahn
Trittst wieder einmal auf der Stelle
Im Stadtverkehr die rote Welle
Eine Prüfung steht bevor
SOS Humor
Großer Aufwand - alles für die Katz
Stecken bleiben mitten im Satz
Vor versammelter Menge stolpern
Über schlechte Straßen holpern
Die Brille – mal wieder verlegt
Das Telefon schellt unentwegt
In der Akte ein Eselsohr
SOS Humor
Dich drückt dein neuer Schuh
Ein verpatztes Rendezvous
Schlangestehen im Supermarkt
Das Auto wurde zugeparkt
Ärger mit der EDV
Auf dem Heimweg stehst im Stau
Würgst ab den Motor
SOS Humor
©Anita Menger 2007
Veränderungen
Der Pfennig ist heute der Cent
Das Pfund man bald nicht mehr kennt.
Die Kalorie wurde zur Joule
Statt toll und super sagt man cool
Auch krass und geil drückt dasselbe aus
Als man die D-Mark halbierte kam der Euro raus.
Nicht Lehrling oder Stift – nein Azubi.
LP´s und Plattenspieler sind Nostalgie.
Statt ruhen sagt man „chillen“ oder „relaxen“
An Halloween klingeln Geister und Hexen.
Harry Potter liefert man zur Geisterstund´ ins Haus
Als man die D-Mark halbierte kam der Euro raus.
Frauen kämpfen gegen Haarwuchs an den Beinen
Lassen vergrößern den Busen – den kleinen.
Die Gesundheitsreform zeigte uns ihre Kür
Zur Erinnerung bleibt uns die Praxisgebühr
Kommt ein Baby bleibt manchmal der Mann zu haus
Als man die D-Mark halbierte kam der Euro raus.
Die Bundespost wurde privatisiert
Autos sind meist klimatisiert
Oben ohne am Strand ist nicht mehr tabu
Körperschmuck sind Pearcing und Tatoo
Nach der Rechtschreibreform brach das Chaos aus
Als man die D-Mark halbierte kam der Euro raus.
Fernsehsender über Satellit und Kabelkanal
Der neueste Hit ist TV digital
Digital wird heute auch fotografiert
Mit dem Handy man nicht nur telefoniert
Per SMS tauscht man sich aus
Als man die D-Mark halbierte kam der Euro raus.
Talk-Shows zeigen Peinlichkeiten und Seelenstrip
Bald geht nichts mehr ohne Karten mit Chip.
Kannst jetzt im Fernsehen „Shoppen sehen“
Oder ins Internet zum Einkaufen gehen.
Egal wo du einkaufst es läuft drauf hinaus
Preise wurden nicht halbiert – trotzdem kam der Euro raus.
©Anita Menger 2007
Wechselbad der Gefühle
Ein Wechselbad der Gefühle
Hier heiße – dort kühle.
Leidenschaft – Gleichgültigkeit
Zorn, dann wieder Zärtlichkeit.
Vom Hoch fällst du ins Tief
Erst läuft´s – dann geht’s schief.
Heute Freude und Spaß – morgen Ärger und Wut
Hier fühlst du Angst – dort zeigst du Mut.
Nachts quälen dich schwere Sorgen
Erleichterung bringt der Morgen.
So geht es immer weiter
Heut ist es Trüb – gestern war´s Heiter.
Ein ewiges Auf und Nieder
Schräge Töne – Frohe Lieder.
Immer wieder rauf und runter
Mal bist du müd´ - dann wieder munter.
Dies fällt dir leicht – das Andere schwer
Ständig geht es hin und her.
Nur kurze Strecken sind eben
Das ist das Leben.




