Gastlyrik - Winter und Weihnachten




Winter- und

Weihnachtsspezial 2011





 
 


Gedanken und Gedichte

meiner Gastautoren

zum Thema Winter und Weihnachten.





Mein Dank gilt allen mitwirkenden Autoren

die mir ihre Winter- und Weihnachtstexte

zur Verfügung gestellt haben.

 


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Mitwirkende Autoren und ihre Gedichte
 

Helga Bauer
Brian
Ingrid Drewing
V.F
Jürgen Feger
Petra Friedel
Andrea Frühauf
Ursula Gressmann 
Heinz Gropp
Christine Hammes
Insulaire
Hansjürgen Katzer
Manuela Ina Kirchberger
Mara Krovecs
Silke Kuba
Björn Lindt
Christiane Mielck
Rudi Müller
Vera Oelmann
Stefan Pölt
Uschi Pohl
Paul Rudolf Uhl
Inge Wrobel
Traudel Zölffel



Schneefühlen
November

Weihnachtsgedanken
Sonettkranz V
Der Wunschzettel
Heiligabend
Wenn ... 
Text + Bild 
Es werde Licht
Endlich Schnee
Wartesaal der ...  
1. Advent 
Teilen
Weihnachtswald
Wie wir Weihnachten ... 
Puderzuckermunkeln 
Advent
Weihnachtsgänse  
Weihnachtshoffnung
Krippenspiel
Weihnachtswunsch
Pennerweihnacht
winter-impression
Kleines Leuchten, leises ...


Zeit im Gondelstern zu fliegen
Kälte 
Der erste Schnee   

Der Weihnachtsmann und ...
Weiße Weihnacht

Weihnachten in der Stadt
Bethlehem

Winterschnuppengelb  

Barmherzigkeit
Wunderapfel

Weihnachtsgesch. remastered
Heiligabend
Christmas-Shopping ...  
Müde Engel
Weihnachtsmärchen
Zauberhafte Kälte

Winter
Weihnachtsmelodie des ...





 

Weihnachtswunsch

von Uschi Pohl


wenn leis´ die Flocken fallen
ein Weiß die Welt einhüllt
und Kerzen flackernd wärmen
ein Strahlen Augen füllt
ist´s wieder mal soweit
es naht die Weihnachtszeit

wenn Türchen Zahlen tragen
dahinter süßer Traum
und Tanne Duft verbreitet
geschmückt so mancher Raum
dann ist sie nicht mehr weit
die schöne Weihnachtszeit

wenn Menschen Freude bringen
sich Herz zu Herz gesellt
und Kinderseelen leuchten
ein Wort die Welt erhellt
wünsch´ ich, dass es so bliebe
denn Weihnachten ist Liebe

winter-impression
Inge Wrobel © 2006
 
wintersonne lacht
keck mir ins Gesicht
glaubt
mich verführen zu können
nach draußen zu locken

vor blauem himmel zieht
lautlos
ein schlanker silbervogel
einen langen weißen schweif
hinter sich her
der sich am ende aufplustert
zerfällt

nein ich werde nicht folgen
denn bedrohlich glitzert
einem riesigen diamanten gleich
ein eisiger dolch
vom dache vor mir.

Puderzuckermunkeln
von Björn Lindt

Wie alle Jahre fallen Flocken nieder
vom grauen Himmel auf den kalten Grund
und hüllen sacht in’s Dauneneisgefieder
das schlafend Wintererweihnachtserdenrund.

Doch manchmal öffnen sich die Nelkenlider,
und lächelnd tut sich auf sein Zimtsternmund,
erwachen seine glühweintrunknen Glieder
zur licht- und duftbekränzten Weihnachtsstund
.
Und seine Mandarinenäuglein funkeln,
wenn seine Honigkuchenkinder singen,
so glücklich zu den Weihnachtsliedern schunkeln.

Bald neue Winterflocken es umringen,
das Erdenrund, mit weissen Daunenschwingen
- ein allerletztes Puderzuckermunkeln.

 
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Weihnachtswald
C. Mara Krovecs ( Zaubersee)

Im nahen Wald
der eisversponnene See
singt sein frostklirrendes Lied
im hauchfeinen Tütü
weiß verwunschene Sterne
werden von Engeln
aus Silberwolken gestreut

in dieser Nacht
brennen Kerzen am dunklen
wispernden Himmelspalast
mattsilberne Kugel
schwebt über dunkelgrünem
Tannengehölz - lächelt ihm zu
dem bärtig Alten
mit löchrigen Handschuhen

auf der Decke
liegt sein warmatmender Hund
schnüffelt zärtlich an dem Fleisch
das der Alte ihm gern
in dieser Nacht geschenkt hat
Flocken schweben auf die Tüte
mit dem roten Wein
und Glück heißt jeden Tag anders

in dieser Nacht
brennen Herzen in unseren
plötzlich erwachenden Seelen
mattsilberner Mond - du
singst das Weihnachtslied - dies Jahr
für uns - den Alten - für alle
im Schneehochzeitstanz
hoffnungsbrennender Weihnachtsglanz.




Advent
von Christiane Mielck

Die Sterne in der eis’gen Nacht
strahlen in besond’rer Pracht,
so schön wie all der Kerzenschein.
Vorfreude lädt uns alle ein.

Es glitzern Gras und auch die Äste,
so als schmückte sich zum Feste
jedes Wesen hier im Land,
weil Gott uns seinen Sohn gesandt.



 

Weihnachtshoffnung
Von Vera Oelmann

Wieder tanzen Flockensterne
nieder aus des Himmels Ferne,
decken sanft die Erde zu.
Reif verzaubert kahle Zweige.
Wieder geht ein Jahr nur Neige,
die Natur legt sich zur Ruh.

Wieder frieren in den Gassen
Menschenkinder, die verlassen,
obdachlos und ohne Brot.
Wieder geben milde Hände
für die Armen eine Spende,
um zu lindern größte Not.

Wieder geht in manchem Haus
nun die Schwermut ein und aus,
weil das Liebste musste gehen.
Wieder zeigt uns die Natur,
alles ist ein Wandel nur
und es gibt ein Auferstehn.

Wieder denken wir zurück
an der eignen Kindheit Glück
am geschmückten Tannenbaum.
Es erklingen alte Lieder,
was vergangen war, kehrt wieder
und steht unsichtbar im Raum.

Wieder schlummern leise, leise
Keim und Wurzel unterm Eise,
sammeln Kraft für neues Leben.
Wieder scheint die Welt verloren.
Wieder wird das Kind geboren,
um uns neuen Mut zu geben.

Wieder tönen tausend Glocken,
mahnen, warnen und frohlocken:
„Haltet Frieden auf der Erde!“
Wieder schimmern tausend Kerzen
und die Hoffnung keimt im Herzen,
dass es endlich Friede werde.



 
Text und Bild: Ursula Gressmann





Weihnachtlicher Sonettkranz von V.F.

 
x x x x x x x x x Sonettkranz x x x x x V.F x x x x x Sonettkranz x x x x x x x x x
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Krippenspiel
von Stefan Pölt

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
das ist schon lange Tradition,
holt Papa voll Behutsamkeit
vom Keller einen Schuhkarton.

Der Christbaum steht, derSchmuck ist dran,
der Tannennadelduft vertraut.
Akribisch hat er nebenan
die Weihnachtskrippe aufgebaut.

Ganz friedlich schläft das Jesulein
in seiner Krippe auf dem Stroh.
Maria kniet im Kerzenschein
ganz dicht dabei und lächelt froh.

Der Papa hat ein kleines Kind
und das ist ziemlich aufgeweckt.
Bald hat der kleine Wirbelwind
das neue Spiel für sich entdeckt.

Und weil ihm das so gut gefällt,
hat Sohnemann ganz ungeniert
die ganze Spielzeug-Ritter-Welt
in Papas Krippe integriert.

Vorbei ist's mit Besinnlichkeit,
flugs ist ein großer Kampf entfacht.
Das Spielfeld streckt sich mächtig weit
und mittendrin tobt eine Schlacht.

Auf Pferd, Kamel und Elefant
da schwingen sich jetzt allez hopp
drei Ritter wahrlich elegant
und ab geht es im Schweinsgalopp.

Die Weisen aus dem Morgenland
ziehn mit den Rittern in die Kampf.
Sie sind als erste vorgerannt
und stehen voll im Pulverdampf.

Der schwarze Jedi–Ritter zielt
auf Feinde mit dem Laserschwert,
wobei er Babysitter spielt
fürs Jesukind, das lauthals plärrt.

Ein echter Kämpfer vor dem Herrn
macht Kleinholz und die Menge johlt,
als er mit seinem Morgenstern
den Abendstern vom Himmel holt.

Was so nicht in der Bibel steht:
Der Stern von Bethlehem erlosch,
weil ihn mit seinem Kampfgerät
ein Ritter einst vom Himmel drosch!

Der Papa sieht's, doch schimpft ernicht,
weil grade in der Weihnachtszeit
man einem lieben, kleinen Wicht
fast jede Missetat verzeiht.
 




 

Teilen...
(© Sinjana alias MIK)

Wenn wir lernen
das miteinander
bedingungslos zu teilen,
was wir uns selbst
am tiefsten wünschen,
findet uns
ganz von selbst das,
wonach wir uns
am meisten sehnen...



Weihnachtsgänse
von Rudi Müller


Sie lüften die Flügel mit freudigem Flattern
und sausen im Laufschritt aus ihrem Verschlag.
Begrüßen den Morgen mit fröhlichem Schnattern -
ein Bild purer Freude am Spätsommertag.

Mitunter bewog es mich, kurz zu verweilen,
von diesem glückseligen Treiben ergötzt.
Und froh, ihre Freude mit ihnen zu teilen -
doch mir war die Freude mit Wehmut durchsetzt.

Ich wusste ja, was diese Gänse nicht wissen:
Am Schlachttag vor Weihnacht wird auch ihre Schar
in Fließbandmanier aus dem Leben gerissen
und endet im Bratrohr - gleichwie jedes Jahr.

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Wenn…
© A.Frühauf

… vom Nordwind missgestimmt
Kalter Regen Form annimmt
Und beginnt, recht fest zu liegen,
Lichtkaskaden Tannen biegen,
Jedes Fenster frisch geputzt
und mit Schmuck zurecht gestutzt,
Kinderaugen selig strahlen,
Schneemänner mit Möhren prahlen,
Striezel-Märkte hell erglühn,
Glühweintrinker weiter ziehn,
ARGE-Weihnachtsmänner schwitzen,
Frauen durch die Läden flitzen,
sichs Kätzgen träge streckt,
ihre Maus nach Zimtstern schmeckt,
Misteln nur zum Küssen locken,
Alle gern am Ofen hocken,
Jedes Glöckchen hell erklingt
Und von Rauschgoldengeln singt,
Düfte durch die Gassen schweben
Pflaumentoffel wieder kleben;
Omi auf dem Wühltisch wühlt,
Hausfrau ihre Stirne kühlt;
alle sich an Stollen laben,
und Poeten Kopfweh haben-
Dann... ist Eines ganz gewiss-
Dass mal wieder Weihnacht ist.

 


1. Advent
© Hansjürgen Katzer 2011

Stürmisch ist es heut´ im Wald,
der Wind klopft an die Türen.
Schneeflöckchen fällt zur Erde bald,
man kann es deutlich spüren.

Die Kinder schnuppern Plätzchenduft,
Mama hat frisch gebacken.
Vanillezimtig riecht die Luft,
Papa muss Nüsse knacken.

Zur Kirche gings am Morgen schon,
dort wurde froh gesungen,
Es kündet sich des Heilands Sohn,
schon flüstern Engelszungen.

Der holde Kranz der Weihnachtszeit,
ward neu mit Grün geschmücket,
mit Kiefernzapfen Seit´ an Seit´,
das Auge wohl entzücket.

Nun noch die Schleifchen aufgesteckt
und Äpfelchen und Beeren.
So ist er bunt und reich bedeckt,
mag uns viel Freud´ bescheren.

Es brennt die erste Kerze nun,
ihr Lichterschein stimmt milde,
Man darf nun in Gedanken ruh´n,
verliert das Laute, Wilde.

So sieht man wieder jenes Zeichen,
das Gott, die Menschen innig liebt,
So woll´n wir uns die Hände reichen
das er uns seinen Frieden gibt.

 

 

Wartesaal der Wintergrippe
von Insulaire

Im Wartesaal der Wintergrippe
erzittert manche Hustenlippe.

Da schütteln sich die Schnupfennasen
und schleudern ihre feuchten Blasen
dem Gegenüber ins Gesicht.
Es duftet wahrlich winterlich
nach Kampfer und nach altem Bett,
- und alle jammern im Duett,
berichten voller Enthusiasmus
vom Schleimgenuss (nicht beim Orgasmus,
nein-nein) im siechen Rachenraum.
Ein jedes Wort versprüht den Schaum
von abermillionen Viren,
die siegreich in der Luft vibrieren,
um gegenseitig uns zu schinden,
die Menschheit krankhaft zu verbinden.

Das ist der Duft der Winter-Welt,
wenn Schnupfen spritzt und Husten bellt.

 
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Endlich Schnee
von Christine Hammes

Land im Nebel schwarze Krähen
Keine Zeit um Korn zu säen
Kahle Äste wie Gespenster
Kindernasen platt am Fenster

Vater Frost mit strenger Hand
Hält sie in dem Haus verbannt
Bis die weiße Winterfee
Deckt die Flur mit erstem Schnee

Heimlich leise über Nacht
Fällt die schöne Winterpracht
Jubelschreie Kinderglück
Niemand hält sie mehr zurück

Dicke Stiefel bunte Mützen
Eilen zu den Rodelpisten
Toben bis zu Dunkelheit
Endlich endlich Schlittenzeit

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Es werde Licht
von Heinz Gropp

„Es ist besser, eine Kerze anzuzünden
als über die Finsternis zu klagen“
sagt ein altes chinesisches Sprichwort

schon der Schein einer einzigen Kerze
besiegt die Finsternis
lässt unsere Augen sehen

helft uns
möglichst viele Kerzen anzuzünden
möglichst viel Gutes zu tun
um die Finsternis zu vertreiben

 

Heiligabend
von Petra Friedel

Der Abend naht mit schnellen Schritten,
schon schleicht die Dämmerung ums Haus.
Und vor dem Tor der alte Schlitten
sieht stillvergnügt und müde aus,

als wollte er mir gleich erzählen
wie schön sein Tag doch heute war!
Das Jubeln kleiner Kinderseelen
scheint noch zu klingen, hell und klar.

Ganz sacht und leis‘, in dicken Flocken,
legt weiße Unschuld sich aufs Land,
es tanzen Sternchen, die frohlocken:
Du bist im Winterwunderland!

Die Häuserfenster, eins ums and’re,
erhellt nun Kerzenlicht- und dann,
indes ich durch die Gassen wand’re,
fängt tief im Herzen Weihnacht an.

 

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November
von Brian 

Nebel durchtränkt
fröstelnd
die Wälder

Der Horizont
verschleiert in
nicht greifbarer Ferne.

Die Dunkelheit
verliert nicht,
nur weil du da bist,

dennoch fühle
ich deine
warme Hand.




Kleines Leuchten, leises Strahlen
von Traudel Zölffel

Eine winzig, wirklich kleine
Lichterkette, dein' und meine,
schön verzierend eine Eibe,
sich verdoppelt in der Scheibe.

Immer in den Dämmerstunden,
wenn Vögel ihren Platz gefunden,
leuchtet am Terrassenrand
dieses schöne Lichterband.

Kleines Leuchten, leises Strahlen,
lassen uns die Träume malen,
die sich finden in der Zeit,
schon in dieser Kleinigkeit.


W e i h n a c h t s g e d a n k e n
© Ingrid Herta Drewing

Es mag nicht sein, dass dies nur Ritual,
das festlich kurz des Alltags Grau durchbricht,
ein Träumen nur im Glanz des Kerzenlichts,
üppig bedacht, die Gans zum Festtagsmahl.

Es gilt, die Liebe, die uns ward, zu schenken,
dem Nächsten, der uns braucht, auch übers Jahr.
Mit wachem Blick zu sehen und zu denken,
die Fackel sein, im Dunkeln leuchten klar.

Das heißt, zu schützen diese schöne Erde,
den Schwachen helfen, auch in Leid und Not,
damit die Welt geeint und friedlich werde,
und jeder habe dann sein täglich’ Brot. 

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Wie wir Weihnachten
das Fest der Liebe...
von Silke Kuba 

Was bin ich doch vom Kaufen lahm!
Ich schnappt' was mir im Laufen kam:
Der Weihnachtsmarkt mit süßen Dingen
und Liedern, die von diesen singen,
hat jetzt geschlossen; Leute hasten,
die Letzten schleppen heute Lasten.

***

Nun ist's soweit - auf Tischen Zweige,
ich renne, back' inzwischen Teige.
"Willst du nicht Tanten verwöhnen",
hört' ich die Verwandten tönen.
"Wir wollen auch zufrieden schmatzen!"
Indess - die Kinder schmieden Fratzen.
Sie sahen Tante Trude beten
schon beim In-die-Bude-treten.
Und um's Bankett erglühen Mimen,
wo Lichter nur mit Mühen glimmen,
obwohl im jährlich' Kerzenschimmer
ich redlich mich ums Scherzen kümmer'!
Die Tante meint, dass ganze Kugeln
kein Manko sei'n, das kann'se googeln.
Sie fand, dass diese müde Pracht
den Baum so richtig prüde macht'.
Sie hätt' aus Stroh, so Sterne, keine,
auch störten sie die Kerne, Steine,
die buntbemalt von Kinderhänden
die Mühe nicht dahinter kennten.

****

Da war's zu spät, ich weinte munter...
Die gute Tante meinte, Wunder,
die gibt es nur im Himmel, Kinder!
Der Onkel soff den Kümmel hinter.
Ich dachte: Dies' gemeine Aas!
Der säuft den Schnaps wie eine Maß
und jammert, jault über de Gicht!
Dann floh ich und schrieb dies Gedicht.







 

Der Wunschzettel

von Jürgen Feger

»Papi! Ich hab’ in einem Buch gesehen,
dass Wünsche nur dann in Erfüllung gehen,
wenn man sie kurz vor der Weihnachtszeit,
ganz deutlich auf einen Zettel schreibt.

Den fest verschlossen in einem Kuvert
(weil so’n Wunsch ja was geheimes wär’),
auf einen Fenstersims legt oder vor die Tür,
bis ihn das Christkind, ja so glaube mir,

rasch holt und leise zu sich nimmt.
Du Papi! Wenn das wirklich stimmt,
dann hätte ich gerne, bin mal so frei,
einen Zettel in Größe DIN A 3!«

 


Schneefühlen
von Helga Bauer 

Lass vom Laternenlicht umhüllen
die Schritte, die du lautlos setzt,
vom Winterglanz die Spuren füllen
im Heute, Hier, im Sein und Jetzt.

So weiß bedeckt erstrahlt ein Hoffen
und unterm Flockennachtkostüm,
dem wiesenweit die Säume offen,
verschenkt sich windwärts Schneeparfüm.
 

Barmherzigkeit

(© Sinjana alias MIK)

Lass die Liebe
überfließen

die dich erreicht,
und in dir blüht
das Licht
tausender
Rosensonnen.

Lass die Freude
strömen

die in dir ist,
geboren
aus Tränen
ausgegossener
Liebe.

Lass alle Schönheit
aus deiner Tiefe
erstrahlen,
die du in deiner Seele
fühlst,

so bist du wie das
Licht am dunklen
Firmament,
ein Stern
der funkelt
und leuchtet,
die Welt
in Staunen
versetzt,
wie ein
kleines Kind

zum ersten Mal
das berührt
wonach
es sich
am meisten
sehnt.


Kälte
von Brian 

Die Strasssteine auf
meinen Wimpern
sind erstarrt,
das Licht des Nordens
leuchtet mir nicht.
der letzte Stern
ist erloschen.


Müde Engel

von Vera Oelmann

Selbst Engel können müde werden
von ihrer Arbeit hier auf Erden,
denn täglich wird es immer mehr .
Sie hasten, flitzen hin und her,
sie wachen, trösten und erscheinen,
sie warnen, helfen Groß und Kleinen,
sie retten, schlichten manchen Zank
und ernten dafür selten Dank.

Wen wundert's, dass bei all dem Tun
auch Engel ab und zu mal ruhn?
Sie ordnen sachte ihr Gefieder
und legen sich behutsam nieder,
nicht auf den Rücken, auf den Bauch !
Bei Engeln ist das so der Brauch,
weil andernfalls die Flügel drücken….
und das gibt Blasen dann am Rücken.

Du fragst, " Von wem werd' ich bewacht,
wenn Engel schlafen in der Nacht?, "
Sei unbesorgt, bei Engeldösung
kommt sofort 'ne Wachablösung !

Nicht nur zu Weihnachten,
sondern an jedem Tag des neuen Jahres
möge in den Ruhephasen Eures Schutzengels
eine stets zuverlässige Wachablösung bereitstehen.

Herzliche Grüße!



Ein Weihnachtsmärchen

von Stefan Pölt

Letzten Sonntag, kurz nach vier,
klingelt ein total verschneiter
Weihnachtsmann an unsrer Tür:
"Schnell, dein Wunsch – ich mussgleich weiter!"

"Einen? Hhmm, was wünsch ich mir?
Gib mir Zeit, um nachzudenken."
"Gut, den Wunsch erfüll ich dir –
reichlich Zeit will ich dir schenken".

"Hey, so war das nicht gemeint!"
ruf ich geistesgegenwärtig.
Doch da ist er, wie es scheint,
längst ums Eck und mit mir fertig.

Bald ist meine Wut verraucht –
dieser Wunsch hat auch was Gutes.
Zeit ist etwas, das man braucht.
Werde wieder frohen Mutes.

Mache nur, was mir gefällt,
lasse mich von keinem treiben.
Hab ja alle Zeit der Welt,
selbst zum WeihnachtskartenSchreiben.

Auch, wenn dies ein Märchen war
und trotz schlechter Wirtschaftslage,
wünsche ich wie jedesJahr
sorgenfreie Weihnachtstage!
 



D e r e r s t e S c h n e e
© Ingrid Herta Drewing

Juchhe, juchhe, der erste Schnee!
Kommt, lasst uns einen Schneemann bauen!
Im Garten soll er stehen, schauen,
wie schnell wir schlittern auf dem See.

Zuerst der Bauch, gerollt die Kugeln
aus Schnee, die Brust und dann der Kopf!
Komm, Peter, lass jetzt ’mal das Googeln
und hol’ als Hut den alten Topf!

Die Möhre wird ’ne schöne Nase,
Kastanien werden Augenglut,
gesammelt zwar für Reh und Hase,
als Knöpfe sind sie auch recht gut.

Zum Schluss noch einen Tannenzweig;
das wird ein Weihnachtsbäumchen sein,
dass er sich richtig festlich zeig’,
in seinen Arm passt es hinein. 
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Heiligabend
von Christiane Mielck

Sachte fallen die ersten Flocken,
bedecken die Erde mit glitzerndem Weiß.
Man hört die Engelchen frohlocken,
ihre Stimmen klingen gar lieblich und leis.

Kleine Wolken aus Kuchenduft
dringen aus so manchem Haus,
erfüllen die winterlich kalte Luft
mit Vorfreude auf den Weihnachtsschmaus.

Die Tannen, in hellem Festgewand,
wiegen sacht im Takt der Musik,
und ein Stern leuchtet über’s Land.
Alles spürt das ewige Glück.

Denn heute vor so vielen Jahren,
in einem Stall arm und verborgen,
hat es die ganze Welt erfahren:
Jesus Christus ist uns geboren.

Winterschnuppengelb
von Insulaire

Gelbe Gedanken
Gelb Gelb-gelb
Zartgelb wie würziger Limonensaft
Gelb wie die Freude einer Sonnenblume
Gelb Gelb wie Licht in meinem Herzen

Blaue Gedanken
Blau Blau-blau
Gischtblau wie das Januarmeer
Blau wie mein Mondnachthimmel
Blau Blau wie süßer Curacao

Grüne Gedanken
Grün Grün-grün
Froschgrün wie diese meine immergute Laune
Grün wie Petersilie in der Suppe des Lebens
Grün Grün wie Sehnen und Hoffen

Rote Gedanken
Rot Rot-rot
Blutrot wie meine Liebe
Rot wie 1001 rosa Wolken
Rot Rot wie Ketchup auf Erdbeereis

Gelb sind meine Gedanken
Verheißungsgelb wie die Sternschnuppe einer Winternacht

 


Pennerweihnacht
von Paul Rudolf Uhl

Einsam sind die Gassen heute!
Tief verschneit – Laternenschein…
Man sieht kaum mal ein paar Leute:
Bin hier mutterseel´n allein!

Möcht´ so gerne mit euch feiern,
in der warmen Stube drin …
Meine Beine sind so bleiern,
mühsam schlepp ich mich so hin:

Kenn´ im Brückenbogen einen
Hohlraum! Und im Pappkarton
  biwakier´ ich… Freunde meinen,
ich hätt´s gut! – Wer kann das schon?

Weihnacht kann mir nicht viel geben:
 Rheuma plagt mich und  die Gicht!
Bin schon froh, zu  überleben,
mehr erhoffe ich mir nicht…


 

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zauberhafte Kälte
von Uschi Pohl

der Morgen brachte Kälte
und Nebel stieg hinauf
der See begann zu dampfen
er sah wie kochend aus

als Wintersonne linste
auf dieses Phänomen
erschien ein warmer Bronzeton
ließ Zauber mir gescheh´n


 


Weihnachten in der Stadt
von Ursula Gressmann

Nacht drängt sich
in den Ecken
gnadenlos
hell ist das Neonlicht
kein sanfter Kerzenschimmer
lautes Liedgedudel
auf dem Weihnachtsmarkt
verlockende Gerüche
Glühwein
Bratwurst
Pfefferkuchen
doch vom Geruch
wird niemand satt
und Frieden
den kann man nicht
kaufen


 





Winter
Inge Wrobel © 2007

Die schwarzen Vögel kommen immer näher,
umkreisen mich in meiner stillen Kammer,
in die ich flüchtete vor Tagesjammer,
der dennoch klebt an meinen Fersen. Zäher,

als bisher ich vermeinte, ihn zu spüren.
Schon weiten sich die Nächte. Ohn’ Erbarmen
entziehn sie mir den Trost aus Morpheus Armen.
Ich weiß nicht, ob in Tag, in Nacht sie führen.

Und diese Vögel lauern gegenüber.
Es scheinen täglich ihrer mehr zu werden.
Sie krächzen, schreien all ihre Beschwerden.

Ich schließ die Fensterläden und die Sinne,
bevor ich selber glaube, dass ich spinne,
und wünsch, der Winter wäre schon vorüber.

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Wunderapfel
C. Mara Krovecs ( Zaubersee)

Kälte biss hartnäckig
in meine Fingerspitzen
als ob ich keine
Handschuhe trüge.

In der Auslage
sah ich die heiß ersehnten
rubinroten Äpfel mit
den hellen Herzen
geliebte Weihnachtsboten.
Meinen gekauften drehte ich
traumgeküsst in
gewinterten Händen
meine rote Nase leuchtete
so hell wie die Lichtreklamen
während für mich die Sterne
aus den Schaufenstern blinkten.

Der wunderschöne Apfel duftete
wie eingekremt mit Mandeln und Maronen
das Äffchen vom Drehorgelmann kreischte
da teilte ich den Apfel
und erschrak

aus ihm flog jemand
auf meine Eisnase
vor meinen Augen hüpfte etwas
und tanzte in der Luft herum
ein Igelchen, winzig klein
warf mit Apfelkernen
und streckte mir seine
rosarote Zunge heraus
wackelte mit den Händen
an den Igelohren
und schwamm plötzlich fort
in die atemnebelige Winterluft
in den Tannen - und Vanilleduft
in die langsam heruntertaumelnden
dicken Schneeflocken

Weissbällchen
Eisküsschen
Schneeprinzesschen
Winterhexlein
oh, die Luft war voller
weißer Federkleidchen
so zauberkalt
ich biss in den Apfel und
wunderte mich
in dieser flockengeflüsterten Nacht
über gar nichts mehr.

ZEIT IM GONDELSTERN
ZU FLIEGEN
von Helga Bauer 

Zeit im Gondelstern zu fliegen
Winterfahrt im Karussell
Pfefferkuchenpflaster liegen
Mondbeleuchtet, glänzend hell

auf dem Marktplatz dicht und rund
blank in kalter Abendluft
Traubenfrucht an manchem Mund
glühweinschwer im Zimtenduft

Nostalgie im Lichterflimmer
Spielzeugbuden, Bratwurststände
kugelroter Tannenschimmer
taschenvolle Elternhände

Leiern auch die alten Lieder
viel zu laut und viel zu schnell
dringen sie ins Herz mir wieder …
Jahresendzeitkarussell

dreht im Trubel letzter Tage
seine Runden immerzu
Weihnachtszeit ist’s - ohne Frage

… und ich schaue einsam zu



Der Weihnachtsmann
und die Fee

von Jürgen Feger

Seht nur diesen Weihnachtsmann,
wie er kaum noch laufen kann.
Schleift den Sack, der wohl zu schwer,
hinter sich seit Stunden her.
Müde stampft er durch den Schnee,
sieht dann plötzlich eine Fee
von den Tannenwipfelzweigen
flockig zu ihm runtersteigen.
Und die sprach zum Weihnachtsmann:
„Sag, wie ich dir helfen kann!
Darfst um einen Wunsch mich bitten!“
„Gut, dann wünsch’ ich mir `nen Schlitten!“
„Rotmetallic! Meine Liebe!
Und mit 5-Gang-Schaltgetriebe,
möglichst 150 Spitze,
Alukufen, Renfellsitze,
Wegfahrsperre, Schiebedach,
Radio und Kassettenfach,
Endverstärker (nur von Sony!),
Interieur aus Mahagoni,
chromveredelt, wenn’s genehm -
und Navigationssystem,
Sackraum, Doppel-Airbag bitte
hinten, vorne, in der Mitte,
Fernbedienung, Servolenkung,
Spiegelautomatikschwenkung,
ABS und ESP! –
So, das wär mal alles, Fee!“
Schwupp! Da ward – was für ein Tor –
der Sack so schwer wie nie zuvor.



Die Weihnachtsgeschichte - remastered
von Björn Lindt

Es war das Firmament am Dunkeln,
da kam ein heller Stern gefeuert,
es schien als wär er ferngesteuert.
Man war im Okzident am Munkeln:

"Ein Stern, der über Haine schwirrt.
Es schickt sich auf die Knie zu fallen!"
"Plant er uns auf das Vieh zu knallen?"
Das dachten Kuh- und Schweinehirt.

"Weil hier auch Frischgekalbte sind,
wär's  nicht sehr ökonomisch, Kain!"
"Seid still, ihr, s'ist nicht komisch, nein.
Der Stern schickt uns s'gesalbte Kind!

Den Weg ich hin zum Sterne fahr.
So bringt, ihr dilettanten Luschen,
mir Stifte zum Atlantentuschen .
Es wartet schon der ferne Star!"

So ging's zu dritt auf Reisen, lang,
man buchte, klar, bei Krippel-Tours,
und nahm sogleich im Tripel Kurs,
Doch murmelnd man im Leisen rang:

"Wie sehr missfällt die Dürre mir.
Es rötet das Ozon die Linsen.
Strapazen sind der Lohn. Die Zinsen,
die bringe ich als Myrrhe dir..."

"...und Grießbrei, kleiner Hosenkacker!"
"Auch ich hab dir 'ne holde Gabe.
Von Aldi was von Golde habe -
' nen tollen Aprikosenhacker!"

"Der Stall am End der Wege liegt,
im Schein des Sterns, der viergestaltet!
Dort hat die Huf' der Stier gefaltet.
Ein Kind dort im Gelege wiegt!"

"Das Kind ich beim Gestüt erhorch.
Seht her, da ist der Osterbengel!"
Doch gleich tat ein erboster Engel:
"Beim heiligen Verhüter Storch,

das wird doch erst zur These!" nuscheln.
"Denn, der mit diesem Bubenstengel,
ist fleckenlos als Stubenbengel!"
Man hörte sie" Genese!" tuscheln...

"Maria, nehmt den Rauch zu Eden,
denn sollt' euch sein Geschrei nachts wecken,
nimmt Myrrhe euch den Weihnachtsschrecken.
Doch manchmal hilft es auch zu reden!"

"Und Josef, nehmt den Hacker, ihr.
Ich ihn euch zum Gebrauche leih.
Er macht aus Kohl und Lauche Brei,
aus vielem noch vom Acker hier!"

"Du Kind, ohn' Kräfteschwund entbunden,
an meinem der Präsente nippe!"
Dann ging die prominente Sippe,
und ist im Dreierbund entschwunden.

 

 


 

Christmas-Shopping in New York
von Rudi Müller


Ich trippel übers Gangway-Treppchen
zum Jet, der in die Staaten geht.
Der Flug war ein Last-Minute-Schnäppchen,
ich griff gleich zu - bin ja nicht blöd.

Bislang ging ich in London shoppen
- als Frau, die etwas auf sich hält -
doch dies Gebot war nicht zu toppen:
Berlin/New York für’n Taschengeld!

Nun freu ich mich bereits auf Macy’s,
dem Shoppping-Tempel Number One.
Beliebt bei Deutschen wie auch Ösi’s,
weil man da Denglisch plaudern kann.

Dort lockt ’ne mega X-Mas-Zone
mit angesagtem Christbaumschmuck,
von Rauschgoldengeln oben-ohne
bis Santa Claus als Donald Duck.

Auch Kerzen gibt’s, die farbig blinken
und nicht in lästiger Manier
nach Bienenwachs und Weihrauch stinken.
Kein abgefackter Kram wie hier!

Sodann flanier ich shoppend weiter
die East Side rauf zu Bloomingdale’s.
Gewiss kein Ziel für Hungerleider,
doch reizen Schnäppchenjagd und Sales.

Da warten High Heels, Jeans und Blusen,
so abgefahr’n wie nirgendwo:
BH’s mit Stars And Stripes am Busen
und Slips mit Santa Claus am Po.

Bleibt schließlich etwas Kleingeld über,
dann gönn ich mir als Happy End
’ne heiße Nacht im Disco-Fieber
mit optionalem One Night Stand.

~ ~ ~

Ach ja, ich weiß: Die arme Umwelt
nimmt’s übel, wenn man nur noch fliegt.
Doch lohnt sich’s, wenn man sich mal dumm stellt,
bevor den Flug ein andrer kriegt.

 

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Bethlehem
von Heinz Gropp

du hast den Gesang der Engel gehört
und machst dich nun auf den Weg
um das neugeborene Kind in der Krippe zu suchen

spar dir die weite Reise nach Bethlehem
dort wirst du nichts finden

auch in unseren reichgeschmückten Kathedralen
suchst du umsonst

öffne deine Wohnungstür
und geh hinaus
hinaus auf die Straße
auf die Straßen deiner Stadt
auf die Straße deines Lebens

und schenke den Menschen
denen du dort zufällig begegnest
ein kleines Stückchen Freude

zaubere ein Lächeln auf ihr Gesicht

und wenn du wieder heimkommst
in deine Wohnung
dann weißt du
dass du IHM begegnet bist

in den Menschen

auf der Straße deines Lebens

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Weihnachtsmelodie
des Windes

von Traudel Zölffel

Hast du mal dem Wind gelauscht
Und die Melodie erkannt
Spielt heut pianissimo
Mit gekonnter Meisterhand.

Zupft an Gräsern und an Zweigen
Raschelt in dem Lorbeerstrauch
Sei ganz still, es klingt nach Weihnacht
Und nach altem, guten Brauch.

Plötzlich kommt dann ein Crescendo
Als er durch die Tanne fährt
Es entflammen viele Kerzen
Und kein Ton bleibt unversehrt.

 


Weiße Weihnacht
von Petra Friedel

Stumm liegt der See. Und kleine Flocken schweben
zur Erde nieder, decken sie ganz leis'
mit Unschuld zu. Im tiefverschneiten Weiß
erzählen zarte Spuren. Wollen sich verweben

zu Träumereien, die an Orten
wie diesem mir vom Winterschlaf erzählen;
als kuschelten sich tausend kleine Seelen
im Tief der Bäume an des Frühlings Pforten.

Von fern seh' ich das Dorf im Kerzenglanz erstrahlen.
Die Luft ist klar, die Dämmerung zieht auf.

Und während ich dem Licht entgegenlauf,
will mir dies' stille Glück die Weihnacht malen.

 

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